HFWM Spulenrevolver SR3

Ab 1951 wurde in den Hochfrequenz Werkstätten Meuselwitz (H.F.W.M.) ein Spulensatz für Großsuper mit 6 Wellenbereichen hergestellt.
Er fand in Geräten der Elektro-Apparatefabrik Köppelsdorf (EAK) Verwendung.
Es sind die Großsuper 97/51W und 97/51WS.
Für den interessierten Radiobastler stand der Spulensatz ebenfalls zur Verfügung. Evtl. aber erst nach Produktionsende der o.g. EAK-Geräte.
Eine Dokumentation findet sich hier bzw. unter Literatur.









Kinodia mit Tesla Reklame

Dieses Kinodia mit ca 8,5×8,5cm Kantenlänge besitze ich schon einige Zeit.
Ich hab’s jetzt endlich mal geschafft das zu digitalisieren. Als Beleuchtung dient die Hintergrundbeleuchtung eines Displays aus einem alten Palm PDA.

Bei dem Kofferradio handelt es sich um ein Tesla Minor. Das Dia dürfte also um 1956 entstanden sein.

H.E. Koster & F. Spudich – Die Superhet-Spulensätze

Ich habe mal ein kleines Büchlein gescannt das für den klassischen Radiobastler von Interesse sein dürfte.
Erschienen ist es 1949 bzw. 1950 in der „Schriftenreihe für den Rundfunktechniker“ herausgegeben von Wilhelm Beier im Deutschen Funk-Verlag. Es dürfte sich hierbei um jenen W. Beier handeln welcher auch die bekannten Röhrentaschentabellen herausgegeben hat.
Zu den beiden Ingenieuren die ihr Wissen hier verewigt haben konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen! Sollte es Nachfahren geben, die mir etwas zu den Autoren mitteilen können, so möge man mich bitte kontaktieren!
Superhet Spulensätze

Federn – Draht – u. Metallwaren – Fabrik Rudolf Lang

Mir ist hier ein netter kleiner Reklameartikel zugelaufen den ich hier gern zeigen möchte.
Es ist eine kleine Produktübersicht der Federn – Draht – u. Metallwaren – Fabrik Rudolf Lang in Brandenburg (Havel) – Magdeburger Str. 19b. Sie zeigt einige „Federn und Stanzteile für die Radio und Elektroindustrie in Präzisionsausführung“
Die Pappkarte ist etwas kleiner als DIN A5 und stammt vermutlich aus den 1930er Jahren.
Rudolf Lang

HFWM – Spulensatz für AM/FM Super

Die VEB Hochfrequenz-Werkstätten Meuselwitz (HFWM), vormals Betriebsteil der Fa. Julius Karl Görler (Berlin), waren ein bedeutender Zulieferbetrieb für die Rundfunkindustrie in der DDR.
Neben den Komponenten für die Industrie fertigten die HFWM aber auch Dinge die für die Bastler in der DDR von Interesse waren.
So wurden in den 50er Jahren Spulensätze angeboten die, dem etwas versierteren Bastler, den Selbstbau von Rundfunkgeräten erlaubten.

Die oben abgebildeten Komponenten ermöglichen den Bau eines 6/9-Kreis Superhet unter Verwendung von 7 bzw. 8 Röhren.

Die beiliegende Anleitung beinhaltet Hinweise zum mechanischen Aufbau, eine Abgleichanweisung und einen Beispielschaltplan (Schaltung 2008). Interessanterweise aber keine genaueren Angaben zu den Wellenbereichen. Aus der Abgleichanweisung lässt sich immerhin ableiten das im KW-Bereich von 49m bis über das 19m Band hinaus empfangen werden kann (evtl. bis ins 13m Band).
Zum UKW Bereich gibt es leider garkeine Angabe. Ich gehe hier vorerst von 86-100MHz aus.
Der Schaltplan sieht folgende Röhrenbestückungen vor: EF80, EF80, ECH81, EF85, EABC80, EL84, AZ12 oder 6AC7, 6AC7, ECH11, EF11, 6SQ7, 6H6, 6V6, AZ12. Oder natürlich auch eine Mischung daraus oder gar etwas davon abweichendes, denn Röhren waren ja bekanntlich meist schwer zu beschaffen. Aus heutiger Sicht ist auch der Einsatz einer EZ81 als Gleichrichter denkbar. Diese war allerdings, als dieser Spulensatz 1954 entstand, noch nicht gar nicht entwickelt. Denkbar wäre hier als Gleichrichter noch die EZ12 welche einen deutlich geringeren Bedarf an Heizstrom hat und ihren Heizstrom auch mit aus einer Heizwicklung, zusammen mit den anderen Röhren, beziehen könnte.

Digitaluhr in CMOS/TTL mit Nixie-Röhren

Ich bekam vor langer Zeit mal einen Stapel Platinen aus sowjetischen Tischrechnern. Darunter waren auch 2 Platinen bestückt mit Nixie-Röhren vom Typ Z573M.
Mit diesen Röhren und einigen ICs aus meinem Bestand sollte nun eine einfache Digitaluhr entstehen.
Da ich der Meiniung bin das man nicht alles immer und immer wieder neu erfinden muss, bediente ich mich einer alterprobten Schaltung welche Hans Borngräber auf seiner Website zeigt.
Ein Layout erstellte ich selbst da ich die Röhren gern direkt mit auf die Logikplatine verlöten wollte.

Diese Version des Layouts wurde für den Prototypen gefertigt und dann bestückt.

Nach Beseitigung zweier fehlerhafter Durchkontaktierungen lief die Uhr prinzipiell. Es war nur noch der Abgleich des Taktgenerators notwendig.

Das Netzteil wurde mit einem kleinen Printtrafo von Tube-Town auf einem Stück Lochrasterplatine aufgebaut. Für die Anodenspannung der Nixies kommt eine C-R-C-Siebung zum Einsatz. Die 5V für die Schaltkreise werden mit einem 7805 stabilisiert.

Auf einen Gehäuseaufbau mit offenen Röhren habe ich absichtlich verzichtet. Als Gehäuse kommt ein Strapubox 5003 zum Einsatz.
Dieser Aufbau ist deutlich näher an dem was in den 70er Jahren wirklich gefertigt worden wäre.

Hier das Layout für diese Variante, eine weitere in THT auf 10x10cm und eine Variante in SMD im Eagle Format.

klassischer Versuchsaufbau für die Erstellung von Röntgenaufnahmen

Ich bekam vor einiger Zeit allerhand Gerätschaften die, kurz nach der Wende, aus ehemaligen Physikkabinetten vor der Entsorgung gerettet worden waren und nun wieder auf der Abschussliste standen.
Diese einmalige Gelegenheit konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Daher nahm ich mit was auch nur irgendwie noch in meinem Lager unterzubringen war.
Darunter fanden sich auch ein Funkeninduktor und eine klassische Kaltkathodenröntgenröhre.

Die Röhre trägt nur eine Aufschrift vom DZL (Deutsches Zentralinstitut für Lehrmittel). Hersteller ist vermutlich die Firma Pressler in Cursdorf in Thüringen.

Da solch, durchaus nicht ungefährliches, Experiment heute nicht mehr im Physikunterricht gezeigt werden darf, möchte ich dies hier zeigen.
Es sei darauf hingewiesen das Röntgenstrahlung gesundheitsschädlich ist und die verwendete Hochspannung durchaus zum Tode führen kann!

Der Versuchsaufbau besteht im Wesentlichen nur aus einem Labornetzgerät, dem Funkeninduktor mit einer Schlagweite von bis zu 60mm und der Röntgenröhre.



Die ersten Aufnahmen erfolgten auf normalem Fotopapier.

Um bei Fotopapier auch nur halbwegs erkennbare Aufnahmen zu erzielen, sind Belichtungszeiten von gut 10 Minuten notwendig. Dies ist zu einem der relativen Unempfindlichkeit des Fotopapiers, aber auch der, funktionsbedingt, relativ geringen Spannung, im Mittel, am Ausgang des Funkeninduktors geschuldet.
Die einzige halbwegs brauchbare Aufnahme, das Bild zeigt sie schon stark am PC nachbearbeitet, zeigt v.l.n.r. oben eine Platine eines Modellbau Empfängers aus DDR-Zeiten, darunter eine Ecke eines Palm Pixi Smarphones, ein USB Netzteil und einen Taschenrechner von TI.

Eine Aufnahme mit einer Belichtungszeit von einer Minute lies selbst mit dem bloßen Auge kaum erahnen das etwas auf das Papier gebannt war.

Da dieses Ergebnis für mich nicht zufriedenstellend war, folgte einige Recherche.
Der wohl wichtigste Faktor bei professionellen Aufnahmen verbirgt sich in den Röntgenkassetten. Es ist eine strahlungsaktiv beschichtete Folie, welche zumeist stark in Grün- oder Blautönen leuchtet. Ausserdem die auf diese Leuchterscheinungen abgestimmten Röntgenfilme.
Sowohl Röntgenkassetten als auch Röntgenfilm sind über ebay recht einfach und preiswert beschaffbar.
So beschaffte ich eine Fujifilm AD Mammo Medium Kassette sowie, schon reichlich 1 Jahr überlagerten, Perutz Radiolix G Plus Röntgenfilm.

Nun entstanden, bei einer Belichtungszeit von nur einer Minute, schon brauchbare Aufnahmen.

Das größte Problem ist wohl das, in so ziemlich jedem technischen Gerät, so viel Metall enthalten ist, das sich kaum großflächig Strukturen aufzeigen.


Von einem Palm Treo 650 und einem Palm Pilot bleibt so nicht viel übrig.

Die Tastatur eines KC85 zeigt immerhin recht schön die Leiterzüge im Tastbereich, besonderes Augenmerk sei auf den IC unten rechts gerichtet!

Auch das Display der Elektronika 2-06 enthält so viel Metall das eine Durchleuchtung nicht möglich ist. Ausserdem ist die Uhr schon zu tief um wirklich scharf abgebildet zu werden.
Um mit dem Aufbau auch Metalle durchleuchten zu können müsste eine Spannungsquelle mit höherer Spannung und Strombelastbarkeit her. Dann sollte sich, auch mit dieser Röhre, harte Röntgenstrahlung erziehlen lassen.

10 Jahre Allei – Preisliste 1934

Heute gibt es mal einen ganz aktuellen Katalog!  Gerade einmal 81 Jahre alt ist dieses nette Zeitdokument, das ich einfach scannen musste!
Die Firma Allei (Alfred Lindner Leipzig) wurde 1924 gegründet, hatte also 1934 ihr 10-jähriges Firmenjubiläum.
Der Katalog zeigt die recht umfangreiche Produktpalette. Hier dürfte wohl jeder Radiobastler etwas gefunden haben. Ob er es sich auch leisten konnte, sei einmal dahingestellt…
Download als djvu (ca. 20.2MB)
Download als pdf (ca. 27.6MB)
10 Jahre Allei

Tesla Menuet 2 – 2822B-5

Viel Zeit ist vergangen seit dem letzten Beitrag, nun hab ich meine Schreibfaulheit mal überwunden und hier gibts etwas zu diesem Taschenradio aus der ČSSR zu lesen.

Das Menuet 2 war ab 1970 in der ČSSR im Handel und kam 1971 auch als Exportprodukt in die DDR.
Zum Vorgängermodell Menuet 2822B unterscheidet es sich hauptsächlich schaltungstechnisch und durch den zusätzlichen stark eingeschränkten Langwellenbereich.
In der ČSSR ist der Bereich für „Československo I“ und in der DDR für den Deutschlandsender vorgesehen.
Das tschechoslovakische Modell hat die Typenbezeichnung 2822B-3.


Das Menuet 2 war in der DDR in (mindestens) 2 Farben im Handel erhältlich – blau und grau. In der DDR war der Preis mit 330 Mark angesetzt. In der ČSSR wurden 1915 Kronen verlangt.
In seinem Ursprungsland gab es das Gerät definitiv auch mit komplett schwarzem Gehäuse. Ein Exportgerät in schwarz ist mir bisher allerdings nicht untergekommen.



Mein Gerät bekam ich in der Originalverpackung mit allen Originalpapieren.
Somit liegt nun auch (endlich) der Schaltplan zum 2822B-5 vor.




Der Schaltplan und die Bedienungsanleitung können hier als zip-Archiv heruntergeladen werden.
Interessanterweise ist in der Bedienungsanleitung noch das Vorgängermodell abgebildet!

Mein Dank gilt an dieser Stelle Ringo, der mir dieses nette Gerät für eine simple Reparatur überlassen hat!

Dr. Stöhrer & Sohn – Tesla-Apparat 242-01

Zum Beginn des Jahres gibt es hier mal etwas recht ungewöhnliches.
Die kleine Teslaspule wurde 1949 in Leipzig hergestellt.

Der Apparat hat eine Gesamthöhe von nur 25cm. Der Betrieb erfolgt an 220V Netzspannung und ist auf Grund der fehlenden Netztrennung nicht ganz ungefährlich.

Das Firmenlogo im Jahr 1910.

Die Firma Dr. Stöhrer & Sohn wurde 1842 in Leipzig gegründet.
Das Unternehmen fertigte und vertrieb vor allem Geräte für physikalische und chemische Experimente an Schulen.
Es wurden aber auch mikroskopische Präparate, messtechnische Geräte und Apparate zur Veranschaulichung mathematischer Sachverhalte angeboten.
Einige bekannte Anschriften des Unternehmens:
1910 – Dr. Stöhrer & Sohn – Fabrik und Lager physikalischer und chemischer Apparate – Weststraße 10, Leipzig
1927 – Dr. Stöhrer & Sohn Inh. Dr. Fritz Kohl – Brüderstraße 3, Leipzig R.C.1
1949 – Dr.Stöhrer & Sohn Nachfolger – Fabrik physikalischer Apparate – Karl-Liebknecht-Straße 11, Leipzig C1, Tel. 35320, Postscheckkonto 2159
1955 – Ing. Kurt Ranft, vorm. Dr.Stöhrer & Sohn, Elektromechanik – Physik – Leipzig C1
Was nach 1955 mit dem Unternehmen geschah, ist nicht genauer zu klären. Möglicherweise wird es Teil der PGH Feinwerktechnik Leipzig denn in deren Produktpalette findet sich ein Teslagenerator welcher in ähnlicher Ausführung schon vor 1955 bei Dr. Stöhrer & Sohn gefertigt wurde.

Auf einer Pappe welche ausziehbar ist findet sich die Schaltung mit Erklärungen. Die Nummern sind an entsprechender Stelle auch auf dem Gerät zu finden.


Neben den Originalschachteln bekam ich ebenfalls ein Glasröhrchen, welches mit Neon gefüllt ist und eine kleine Spule mit angeschlossener Glühlampe zum Nachweis der elektromagnetischen Wellen.
Das nachfolgende Video zeigt das Gerät und beiliegendes Zubehör in Funktion.

diverse Reklame – Wimpel, Medaillen, Streichholzschachteln

Für mich gehört neben den Radiogeräten auch Werbematerial und jede Art Kuriosität mit zu einer guten Sammlung.
Einige dieser Dinge gibt es hier zu sehen.
Ein Wimpel aus dem Werk für Fernsehelektronik Berlin.


Eine Rolle „Leckband“ (Klebeband das zum benutzen angefeuchtet werden muss) aus dem Bestand von Stern Radio Rochlitz.

Eine Madaille zum 40-jährigen bestehen des VEB Kondensatorwerk Freiberg.


Eine Medaille des Tesla Standortes Brno.

Drei Tesla Wimpel.





Einige Streichholzschachteln aus Polen,


Jugoslawien,

Belgien und Bulgarien.

Tesla Sonatina 315A – Restaurationsbericht

Dieses Gerät aus dem Jahr 1960 bekam ich in einem ziemlich verpfuschten Zustand.


So kam das Gerät zu mir:

Das Gehäuse ist recht stark verschmutzt. Die Kunststofffront ist in das Gehäuse mit sehr viel Klebstoff eingeklebt.






Der Stecker ist sehr „schön“ zurechtgeschnitzt.


Die Skalenlampe gehört normalerweise in das runde Loch. Wieso hier ein Teil aus der Leiterplatte ausgeschnitten wurde, um die Lampe nach oben zu versetzen, wird wohl ein Rätsel bleiben.


Bröselige Kabel und ein geplatzter Kondensator. Diese braunen „Toffees“ sind nicht sonderlich beständig und sollten grundsätzlich ersetzt werden!

Die Plexiglasskala ist an allen 3 Befestigungspunkten schon mehrfach geflickt.



Ein einsamer roter Wima Kondensator. Warum aber bloß der eine und nicht gleich Alle?

Das dilettantisch verlötete und nicht isolierte Kabel ist, wie sollte es anders sein, die Netzzuleitung!

Eine 1N4007 ersetzt die PY82.

Der Klangregler ist nicht komplett angeschlossen.

Das ein Riss im Gehäuse ist war in der Auktion erwähnt. Leider hat der Versand zu einem Ausbruch geführt.

Als erstes habe ich die Skala und den Tastensatz demontiert um die Schaltkontakte zu reinigen.





Die Zinnklumpen entfernt und die fehlende Kontaktfläche am Ausgangsübertrager durch eine Lötösenleiste ersetzt.

Die meisten Kondensatoren wurden ersetzt und der Ausschnitt in der Leiterplatte ergänzt um die Skalenlampe wieder an ihre ursprüngliche Position zu bringen!




Die Verdrahtung wurde auch vollständig erneuert da die Isolation bröselig war.

Die Befestigungen der Skala mit einem Stück Kunststoff ergänzt.

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