Dr. Stöhrer & Sohn – Tesla-Apparat 242-01

Zum Beginn des Jahres gibt es hier mal etwas recht ungewöhnliches.
Die kleine Teslaspule wurde 1949 in Leipzig hergestellt.

Der Apparat hat eine Gesamthöhe von nur 25cm. Der Betrieb erfolgt an 220V Netzspannung und ist auf Grund der fehlenden Netztrennung nicht ganz ungefährlich.

Das Firmenlogo im Jahr 1910.

Die Firma Dr. Stöhrer & Sohn wurde 1842 in Leipzig gegründet.
Das Unternehmen fertigte und vertrieb vor allem Geräte für physikalische und chemische Experimente an Schulen.
Es wurden aber auch mikroskopische Präparate, messtechnische Geräte und Apparate zur Veranschaulichung mathematischer Sachverhalte angeboten.
Einige bekannte Anschriften des Unternehmens:
1910 – Dr. Stöhrer & Sohn – Fabrik und Lager physikalischer und chemischer Apparate – Weststraße 10, Leipzig
1927 – Dr. Stöhrer & Sohn Inh. Dr. Fritz Kohl – Brüderstraße 3, Leipzig R.C.1
1949 – Dr.Stöhrer & Sohn Nachfolger – Fabrik physikalischer Apparate – Karl-Liebknecht-Straße 11, Leipzig C1, Tel. 35320, Postscheckkonto 2159
1955 – Ing. Kurt Ranft, vorm. Dr.Stöhrer & Sohn, Elektromechanik – Physik – Leipzig C1
Was nach 1955 mit dem Unternehmen geschah, ist nicht genauer zu klären. Möglicherweise wird es Teil der PGH Feinwerktechnik Leipzig denn in deren Produktpalette findet sich ein Teslagenerator welcher in ähnlicher Ausführung schon vor 1955 bei Dr. Stöhrer & Sohn gefertigt wurde.

Auf einer Pappe welche ausziehbar ist findet sich die Schaltung mit Erklärungen. Die Nummern sind an entsprechender Stelle auch auf dem Gerät zu finden.


Neben den Originalschachteln bekam ich ebenfalls ein Glasröhrchen, welches mit Neon gefüllt ist und eine kleine Spule mit angeschlossener Glühlampe zum Nachweis der elektromagnetischen Wellen.

Das nachfolgende Video zeigt das Gerät und beiliegendes Zubehör in Funktion. Link zum Video auf Youtube.

diverse Reklame – Wimpel, Medaillen, Streichholzschachteln

Für mich gehört neben den Radiogeräten auch Werbematerial und jede Art Kuriosität mit zu einer guten Sammlung.
Einige dieser Dinge gibt es hier zu sehen.
Ein Wimpel aus dem Werk für Fernsehelektronik Berlin.


Eine Rolle „Leckband“ (Klebeband das zum benutzen angefeuchtet werden muss) aus dem Bestand von Stern Radio Rochlitz.

Eine Madaille zum 40-jährigen bestehen des VEB Kondensatorwerk Freiberg.


Eine Medaille des Tesla Standortes Brno.

Drei Tesla Wimpel.





Einige Streichholzschachteln aus Polen,


Jugoslawien,

Belgien und Bulgarien.

Tesla Sonatina 315A – Restaurationsbericht

Dieses Gerät aus dem Jahr 1960 bekam ich in einem ziemlich verpfuschten Zustand.


So kam das Gerät zu mir:

Das Gehäuse ist recht stark verschmutzt. Die Kunststofffront ist in das Gehäuse mit sehr viel Klebstoff eingeklebt.






Der Stecker ist sehr „schön“ zurechtgeschnitzt.


Die Skalenlampe gehört normalerweise in das runde Loch. Wieso hier ein Teil aus der Leiterplatte ausgeschnitten wurde, um die Lampe nach oben zu versetzen, wird wohl ein Rätsel bleiben.


Bröselige Kabel und ein geplatzter Kondensator. Diese braunen „Toffees“ sind nicht sonderlich beständig und sollten grundsätzlich ersetzt werden!

Die Plexiglasskala ist an allen 3 Befestigungspunkten schon mehrfach geflickt.



Ein einsamer roter Wima Kondensator. Warum aber bloß der eine und nicht gleich Alle?

Das dilettantisch verlötete und nicht isolierte Kabel ist, wie sollte es anders sein, die Netzzuleitung!

Eine 1N4007 ersetzt die PY82.

Der Klangregler ist nicht komplett angeschlossen.

Das ein Riss im Gehäuse ist war in der Auktion erwähnt. Leider hat der Versand zu einem Ausbruch geführt.

Als erstes habe ich die Skala und den Tastensatz demontiert um die Schaltkontakte zu reinigen.





Die Zinnklumpen entfernt und die fehlende Kontaktfläche am Ausgangsübertrager durch eine Lötösenleiste ersetzt.

Die meisten Kondensatoren wurden ersetzt und der Ausschnitt in der Leiterplatte ergänzt um die Skalenlampe wieder an ihre ursprüngliche Position zu bringen!




Die Verdrahtung wurde auch vollständig erneuert da die Isolation bröselig war.

Die Befestigungen der Skala mit einem Stück Kunststoff ergänzt.

„Tesla Sonatina 315A – Restaurationsbericht“ weiterlesen